11/02/2024
Kemal Durmaz legt Traineramt bei Türk Gücü II nieder
Fußball-Kreisliga:
Nach zweieinhalb überaus erfolgreichen Jahren zieht sich der Coach der Helmstedter zurück – vor allem der Gesundheit zuliebe.
Nach vielen gemeinsamen Erfolgen warf Kemal Durmaz (von links) als Trainer bei Türk Gücü II hin, sein bisheriger Co-Trainer Besim Ibishi übernahm.(Jens Semmer)
Nach dem TSV Danndorf und der SG Sundern meldet nun mit dem FC Türk Gücü Helmstedt II der bereits dritte Fußball-Kreisligist eine Veränderung auf dem Trainerposten zur Winterpause. Kemal Durmaz hat nach zweieinhalb sehr erfolgreichen Jahren an der Kantstraße sein Amt niedergelegt, „vor allem aus gesundheitlichen Gründen“, wie er erklärt.
„Ich kann mich bei meinen Spielern nur für zweieinhalb tolle Jahre bedanken“, sagt der scheidende Coach. Er gehe aber mit reinem Gewissen. „Ich habe meinen Part erfüllt. Ich hatte dem Vorstand bei meinem Amtsantritt gesagt, dass ich die Mannschaft in die Kreisliga führen würde – und das haben wir zusammen geschafft“, lässt Durmaz seine Amtszeit zu Recht stolz R***e passieren.
Türk Gücüs Reserve war 2022 in die 1. Kreisklasse aufgestiegen und hatte anschließend den direkten Durchmarsch ins Fußball-Oberhaus des Kreises geschafft. Daneben wurden die Helmstedter seither zweimal Stadtmeister, feierten 2022 den Gewinn des B-Kreispokals und erreichten noch als Kreisklassist das A-Pokal-Finale im vergangenen Jahr (2:6 gegen den Helmstedter SV). „Wir haben wirklich viele schöne Erlebnisse miteinander geteilt“, sagt Durmaz wehmütig.
Es seien nun jedoch viele Sachen zusammengekommen, die ihn persönlich beschäftigt und belastet hätten: die Trainingssituation, personelle Sorgen, aber auch die Einstellung einiger Spieler. „Es musste allen klar sein, dass es in der Kreisliga nicht einfach so weitergehen würde wie in den beiden Aufstiegsjahren“, erklärt Durmaz.
Er habe vergeblich daran gearbeitet, insbesondere bezüglich der Trainingsbeteiligung „mehr Disziplin einzufordern. Denn in der Kreisliga wird es nicht dauerhaft funktionieren, wenn einige nicht bereit sind, voll mitzuziehen.
Jeder einzelne muss auch etwas dafür tun, dass wir als Mannschaft am Ende drinbleiben.“
Hinzu kam, dass der Aufsteiger während der Hinrunde zumeist ohne Torwart auskommen und der spielende Co-Trainer Besim Ibishi oftmals zwischen den Pfosten aushelfen musste. „Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht und vieles vom Platz mit nach Hause genommen“, berichtet Durmaz. In Summe „musste ich jetzt einfach für mich die Reißleine ziehen, weil ich gemerkt habe, dass es mich gesundheitlich angreift.“
Bis zum Saisonende, so der aktuelle Stand, wird nun Ibishi die Mannschaft führen. Der frühere Kapitän des Teams, Sinan Atmaco, der inzwischen ins Altherren-Team Türk Gücüs gewechselt war, werde ihn als „Co“ unterstützen, erklärt Durmaz und schiebt nach: „Natürlich wünsche ich den Jungs den Klassenerhalt und werde auch das eine oder andere Mal bei den Spielen vorbeischauen“ – nur eben ohne jede sportliche Verantwortung.
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