21/06/2026
Wenn eine Idee reif wird: Die Geschichte hinter Pike & Fins
Manchmal merkt man erst im Rückblick, dass ein Weg schon längst begonnen hat. Bei mir begann er an einem ruhigen Morgen am Gräbendorfer See. Die Sonne stand tief, das Wasser war spiegelglatt, und ich dachte: „Genau hier möchte ich Menschen zeigen, wie schön Tauchen sein kann.“
Was als Engagement im Verein begann, wurde mit der Zeit immer größer. Immer mehr Menschen wollten mit mir tauchen lernen – nicht, um schnell einen Schein abzuhaken, sondern weil sie spürten, dass Tauchen Ruhe schenkt, Selbstvertrauen stärkt und den Blick auf die Welt verändert. Irgendwann war klar: Wenn ich dieser Verantwortung gerecht werden möchte, braucht es einen professionellen Rahmen.
Am 5. Februar wurde daraus Pike & Fins – Tauchschule am Gräbendorfer See. Ein Schritt, der sich nicht nach Bürokratie anfühlt, sondern nach Aufbruch.
Meine Ausbildung folgt einem einfachen Gedanken: Menschen sollen nicht nur tauchen dürfen, sondern tauchen können. Deshalb arbeite ich in kleinen Gruppen, nehme mir Zeit und verbinde Übungen mit echten Erlebnissen. Fun Tauchgänge gehören fest dazu – denn wer staunt, lernt schneller, sicherer und mit mehr Freude. Ich möchte, dass meine Schüler am Ende nicht nur ein Brevet besitzen, sondern selbstbewusst ins Wasser steigen und sagen: „Ich kann das wirklich.“
Viele unterschätzen unsere heimischen Seen – zu kalt, zu wenig Sicht, zu wenig „Spektakel“. Doch wer sich darauf einlässt, erlebt etwas anderes: Schwärme von Barschen, Hechte, Krebse, Muscheln, abwechslungsreiche Unterwasserlandschaften. Und ich bin überzeugt: Wer in anspruchsvolleren Bedingungen lernt, wird ein souveräner Taucher – egal ob später im Mittelmeer, in Norwegen oder im Roten Meer.
Ich bin seit 2024 Mitglied im VDTL und freue mich, meine Ausbildung mit international anerkannten CMAS Brevets verbinden zu können. Die persönliche, herzliche Art des Verbandes passt zu dem, was ich selbst lebe: Nähe, Qualität und Gemeinschaft.