14/10/2026
Zu alt. Dieses kleine Wort hat schon mehr Träume beerdigt als jedes Scheitern.
Am Wochenende saß mir eine Frau gegenüber, die bald in Rente geht. Im Erzählen kam plötzlich etwas ganz anderes hoch: Eigentlich hätte sie so gern etwas Kreatives mit Räumen gemacht, vielleicht sogar Architektur studiert. Stattdessen hat sie den Familienbetrieb übernommen. Ihr erster Satz: “Dafür bin ich doch viel zu alt.”
Ich höre diesen Satz oft. Eine Frau, fast 70, wollte endlich Englisch lernen. Eine andere trägt seit Jahren ein Buch in sich. Ein Mann geht in eine Tischlerei, um noch einmal in die Lehre zu gehen und sein eigenes Stehpult zu bauen. Und mit 35, 45 oder 55 klingt der Satz nur anders: “Dafür ist es jetzt zu spät.”
Wie weit und wie tief du gehst, darfst du in Ruhe herausfinden. Wenn dein Kopf dich dabei ausbremst, kann ein Perspektivcoaching helfen, den Gedanken “Dafür bin ich zu alt” einmal in Ruhe anzuschauen.
Ich habe in meinem Leben gelernt, wie wertvoll es ist, an seinen Themen und Träumen dranzubleiben, statt sich von solchen blöden Gedanken ausbremsen zu lassen. Dann geht es nicht mehr um Perfektionismus, sondern darum, dass dir das, was du tust, Freude macht.
Wofür sagst du dir gerade: “Dafür bin ich zu alt”? Was wäre, wenn das nur ein Gedanke ist und keine Tatsache?
Was tust du heute mit dem, was du gelesen hast?
Ich bin Beate Wiemann und begleite Menschen bei ihren Karrierewegen und Herzensprojekten