Project Baseline Kiel-Strande

Project Baseline Kiel-Strande Saisonale Veränderungen der Bucht Kiel-Strande. Wir möchten mit unserem Project Baseline “Kiel-Strande“ die saisonalen Veränderungen der Bucht erforschen.

Dafür schauen wir uns die verschiedenen Habitate des Gebiets genaue an. Über regelmäßige Fotodokumentationen an den ausgewählten Stationen können wir die Entwicklung der Habitate festhalten. Zudem werden weiter Informationen gesammelt, wie Tiefe, Sichtweiten und ggf. weitere Parameter. Ums uns ein noch genaueres Bild der verschiedenen Lebensräume zu machen, wollen wir in naher Zukunft ein Protokol

l entwickeln, mit dessen Hilfe wir auch die Tier- und Pflanzenwelt aufnehmen können. Dieses Projekt funktioniert natürlich nicht ohne eure Hilfe, daher werden wir in regelmäßigen Abständen Einführungsseminare durchführen, die Euch darauf vorbereiten werden die Daten selbstständig zu sammeln und in die Datenbank einzuspeisen. Bei Fragen oder Rückmeldungen wendet Euch gerne an das DCvH-Team
Bea, Markus und Marlene

26/06/2022
18/06/2022

Dieses Walross sorgt aktuell auf der Insel Rügen für Aufsehen. Das ist verständlich, denn normalerweise bewohnen Walrosse die Polarregionen im Ozean und nicht die Inseln der Ostsee.

So lässt sich erahnen, dass der Besuch kein Grund zur Freude darstellt. Wissenschaftler vermuten, dass die Folgen der Klimakrise für diese ungewöhnliche Sichtung verantwortlich sind. Das Abschmelzen des Eises und die drastischen Veränderungen im Lebensraum der Walrosse können mögliche Ursachen für veränderte Wanderrouten und Aufenthaltsorte der Tiere sein.

Interessanter Strandfund
26/01/2022

Interessanter Strandfund

Seepferdchen in Deutschland? Vor einigen Tagen haben Naturschutzwarte auf der ostfriesischen Insel Wangerooge zwei Kurzschnäuzige Seepferdchen (Hippocampus hippocampus) gefunden. Eigentlich waren sie im Dienst der Sauberkeit unterwegs, um Müll aufzusammeln, und haben nun der Wissenschaft einen Dienst erbracht: Die beiden toten Tiere wurden eingefroren und können nun weiter untersucht werden.

Bis in die 1930er-Jahre kam diese Art im deutschen Wattenmeer vor. Eine Pilzinfektion zerstörte damals die Seegraswiesen, den Lebensraum der Seepferdchen. In den vergangenen Jahren sind vereinzelte Exemplare des Kurzschnäuzigen Seepferdchens an Stränden der Nordsee angespült worden. Auf naturgucker.de hat gerade erst am 6. Januar ein Aktiver einen solchen Fund auf Juist gemeldet und mit einem Foto dokumentiert. Laut der Schutzstation Wattenmeer (https://www.facebook.com/schutzstation) sind im Januar 2022 bereits acht Funde dokumentiert.

Forschende sind sich noch nicht einig darüber, ob die Funde eine Rückkehr der Art andeuten, oder ob es sich um einzelne Exemplare handelt, die von starken Strömungen ins Wattenmeer der Deutschen Bucht transportiert wurden. Helfen können hier aufmerksame Beobachtende, wenn sie sich bei ihren Strandspaziergängen auch das ablagerte Material im Spülsaum einmal näher anschauen und ihre möglichen Funde melden (siehe unten).

Seepferdchen sind Knochenfische und gehören zur Familie der Seenadeln (Syngnathidae). Sie kommen weltweit in tropischen und gemäßigten Meeren vor. Das Kurzschnäuzige Seepferdchen lebt in seichten Gebieten im Ostatlantik von der Nordsee bis zu den Azoren und Kanaren, an der afrikanischen Küste bis Guinea sowie im Mittelmeer.

In Seegraswiesen verankert es sich mit seinem Greifschwanz und lauert auf Beute – tierisches Plankton, kleine Garnelen und Krebse. Wenn diese vorbeischwimmt, saugt es sie durch das zahnlose, röhrenförmige Maul wie mit einem Strohhalm ein. Namensgebend für die Art ist die im Vergleich kurze Schnauze, die weniger als ein Drittel der Körperlänge ausmacht und leicht nach oben gebogen ist. Es kann bis zu 13 Zentimeter lang werden.

Auf naturgucker.de gibt es nur sehr wenige Meldungen: https://naturgucker.de/?art=-2054735852. Die meisten stammen vom Projekt BeachExplorer, das Bestimmungshilfen und Wissenswertes über Strandfunde an der Nordsee bietet, Fundmeldungen aufnimmt und sie zur wissenschaftlichen Erforschung unserer Küsten (und an naturgucker.de) weiterleitet: https://www.beachexplorer.org/. Wir beobachten mit Spannung, ob sich die Zahl der Beobachtungen in Zukunft erhöht.



Foto: Fund eines Kurzschwänzigen Seepferdchens am 6. Januar 2022 auf Juist; Abbildung von Hartmut Mai/naturgucker.de

isi/naturgucker.de

13/12/2021

"... darf zu Recht als die außerordentlich gelungene Buch-Überraschung der Süßwasser-Tauch-Szene des Jahres 2021 bezeichnet werden." Falk Wieland.

Diese tolle Buchempfehlung von dem bekannten Autor verschiedener Tauchführer freut mich sehr. Ich habe mir wieder einige Exemplare vom Verlag zusenden lassen. Du suchst ein Weihnachtsgeschenk oder möchtest gern selbst die Nase trocken in die heimische Unterwasserwelt stecken, dann melde Dich. Gern auch mit Widmung.

03/12/2021

Jede Hilfe kommt zu spät: In der westlichen Ostsee wird sich die Dorsch-Population nach jahrzehntelanger Überfischung und durch die Folgen der Klimakrise nicht mehr erholen. Zu diesem traurigen Ergebnis kommt eine neue Studie deutscher und dänischer Wissenschaftler*innen.

😢 Eine Überraschung ist das nicht. Seit Jahren ignoriert die Politik die Warnungen der Wissenschaft und Umweltverbände. Zerstörerische Fischereimethoden und illegale Rückwürfe werden weiterhin ignoriert!

🗣 “Die Folgen dieses kurzsichtigen Fischereimanagements sind dramatisch. Überfischte Populationen können die zusätzlichen Belastungen durch Klimakrise und Verschmutzung nicht mehr aushalten und es wird immer häufiger zu solchen abrupten Kipp-Punkten kommen. Der Zusammenbruch des westlichen Dorsches ist ein deutliches Stoppschild, “weiter wie bisher” darf es nicht mehr geben!”, Valeska Diemel, BUND Fischerei-Expertin.

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