08/12/2025
Obwohl im Sport & Gesellschaft oft so getan wird, als sei die Definition und Unterscheidung von „Frau“ und „Mann“ einfach und eindeutig, änderten sich im Leistungssport immer wieder die „gültigen Definitionen“ und damit auch die Arten der Geschlechtsüberprüfungen - von der Betrachtung äußerer Geschlechtsorgane über die Feststellung der Geschlechtschromosomen, der S*xualhormone, der Pubertätsverlauf, DNA-Tests,…. Verpflichtende Geschlechtsüberprüfungen finden nur im Frauensport statt und sind nicht selten demütigend.
Über 20% der Profisportlerinnen, und damit fast doppelt so viele wie männliche Athleten, haben als Kind sexualisierte Gewalt im Sport erlebt. Anstatt dass die „Integrität des Frauensports“ geschützt wird, indem sich darauf konzentriert wird, sexualisierte Gewalt im Sport zu verhindern, werden Hürden in Form von Geschlechtsüberprüfungen für Frauen gefunden, die für eine Teilnahme am Profisport überwunden werden müssen. Einen wissenschaftlichen Konsens darüber, ob zum Beispiel Frauen mit einem natürlich höheren Testosteronspiegel in der Leichtathletik einen Leistungsvorsprung haben, gibt es nicht.
Leistungssport ist schon immer auch genetische Auswahl. Nicht jeder Mensch wird Leistungssportler_in werden. Im Männersport werden Ausnahmekörper gefeiert. Frauen, die aus sportlicher Sicht mit ihrer Genetik „Glück“ haben, werden dafür hingegen bestraft. Denn in einer patriarchalen Gesellschaft können „zu starke“ Frauen eben keine Frauen sein. Frauenkörper werden aufgrund von willkürlicher, sich ändernder Definitionen von Weiblichkeit und oft auch auf Grundlage von rassistischen Stereotypen in Frage gestellt, Frauen müssen beweisen, dass sie „weiblich genug“ sind. Das betrifft auch trans Frauen, die im Sport oft Anfeindungen und Diskriminierung erleben. Weiter in den Kommentaren ->