13/04/2026
Samstag haben mehrere Menschen meine Atem-Session sehr kurzfristig abgesagt.
Und wenn ich ehrlich bin:
Das hat auch etwas mit mir gemacht.
Nicht nur organisatorisch.
Sondern auch menschlich.
Weil ich diese Räume mit viel Aufmerksamkeit vorbereite.
Weil ich mich auf die Menschen freue, die kommen.
Und weil ich weiß, was darin entstehen kann.
Und gleichzeitig teile ich das nicht, um mich zu beschweren.
Sondern weil es etwas zeigt, das wir gerade überall erleben.
Unverbindlichkeit ist normal geworden.
Wir halten uns Optionen offen.
Bleiben flexibel.
Entscheiden spontan.
Und ja, das fühlt sich erstmal nach Freiheit an.
Aber genau darin liegt ein leiser Widerspruch.
Denn laut Psychologie Heute (Februar 2026) führt genau dieses Verhalten langfristig zu dem, was wir eigentlich vermeiden wollen:
Unruhe. Entscheidungsstress. Oberflächlichkeit.
Ich bin selbst zweifache, berufstätige Mutter.
Ich weiß sehr genau, wie das Leben manchmal spielt.
Dass Kinder krank werden.
Dass Dinge dazwischenkommen.
Dass man manchmal wirklich keine Wahl hat, außer abzusagen.
Darum geht es hier nicht.
Es geht um etwas Subtileres.
Wir melden uns für Dinge an,
weil wir uns nach Ruhe, Tiefe und Verbindung sehnen.
Und sagen sie dann kurzfristig wieder ab.
Nicht aus böser Absicht.
Sondern weil immer noch eine Option offen ist.
Oder weil wir uns in dem Moment nicht danach fühlen.
Aber genau so entsteht das,
was wir gleichzeitig versuchen zu regulieren.
Und vielleicht liegt genau darin die eigentliche Praxis:
Nicht nur auf der Matte.
Nicht nur im Atem.
Sondern in der Entscheidung,
wirklich zu kommen.
Verbindlichkeit ist kein Zwang.
Sie ist eine Entscheidung für dich selbst.
Jenna 🤍