07/03/2021
Ich würde mir wünschen, dass wir vielleicht endlich damit aufhören, in der reiterei unnötigen und sinnlosen "Dogmen" zu folgen.
- Islandpferdereiter, die ihre Bein vom Pferd krampfhaft weg strecken, Köpfe hoch ziehen und im Islandpferd nur noch Tölt sehen;
- Westernreiter, die in ihrem Outfit und in ihrer Ausrüstung irgendeiner lange nicht mehr existierenden Zeit des Rinder hütens hinterhert hecheln;
- "Dressur - Reiter" (allein das Wort schon... 🤔😂), die ihre Pferde unkreativ und Schenkelklopfend Runde um Runde im Kreis reiten;
- "Klassische Barock Reiter", die ihre Pferde zwar nicht mehr vorwärts, aber wie die Irren seitwärts zerren, um ihnen dabei im Malu zu hängen und ihnen den Hals zu verbiegen;
- undiszipilinierte Freizeit - Schlamper, die oft zu schwer auf viel zu kleinen Pferden hängen und glauben, dass eine Gebisslose Zäumung das Allheilmittel sei;
- Bodenarbeitsfetischisten, die mit ihren Pferden fragwürdige Parcoure durchlatschen und sich dabei einreden, sie täten irgendetwas für ihr Pferd;
- usw... usw...
Wann fangen wir an, einfach mit dem Pferd gemeinsam das zu tun, was dem Pferd (wenn wir es schon reiten...). am ehesten entspricht?
Wann geht es uns nur noch um das pferd und nicht mehr um Formalismus und Schubladen?
Wann fangen wir an, das Pferd einfach als Pferd zu sehen - zu achten - wahr zu nehmen?
Ein Pferd ist kein "Freund", kein "Sportgerät" und auch kein "Ausgleich" zu allem, was wir sonst so mit uns rum tragen!
Was für gruselige Erwartungshaltungen entstehen aus all diesen Termini?
Wir müssen dringend damit anfangen, an UNS zu arbeiten!
Ein gesunder und fitter Körper, eine aufgeräumte Psyche, Disziplin, Geduld, Kretivität, Rythmusgefühl, Selbstkritik, Haltung, etc... das sind alles Voraussetzungen für den Umgang mit einem Pferd - sie sollten nicht das Ergebnis sein.