20/08/2024
„Antrag: Neustart Planung Amperoase + Eisstadion!“
Aktuell stehen die Planungen von „AmperOase“ und der Eishalle seit zirka 1 ½ Jahren still. Grund sind die enormen Kostensteigerungen bei der aktuellen Architekturplanung unserer Schwimmhalle „AmperOase“. Die selbst verschuldeten Vorgaben der Kommunalaufsicht hinsichtlich des städtischen Haushaltes und das dadurch im Moment vorgegebene finanzielle Korsett bei den großen Investitionen hilft dabei natürlich nicht. Auch wenn die Fraktionen im Stadtrat deutlich erkennbar die Erfordernisse einer Eishalle und den Neubau unserer Schwimmhalle „AmperOase“ wohl unterschiedlich intensiv bewerten, sind die im Stadtrat getroffenen Beschlüsse doch eindeutig. Es gibt keinen Grund, die Planungen einzustellen.
Allerdings sind die Kosten für einen Neubau der AmperOase so hochgeschossen, dass man bei dieser Planung wohl neue Wege gehen muss. Als SPD-Fraktion setzen wir uns schon immer für vernünftige und angemessene Sportstätten unserer Stadt ein, dass ist bei Eishalle und AmperOase nicht anders. Daher haben wir jetzt beim Oberbürgermeister einen Antrag mit folgendem Inhalt eingereicht:
1. Der Arbeitskreis „Eishalle“ nimmt seine unterbrochene Arbeit wieder auf und wird umbenannt in Arbeitskreis „Sportzentrum 1“.
2. Die Stadtwerke und der Stadtrat als entscheidende Gremien beginnen ebenfalls ihre Arbeit und gehen gemeinsam und koordiniert die Planung von Eishalle und AmperOase an.
3. Wie kostengünstigeres Bauen möglich wird, darüber wird u.a. mittels Unterstützung einer Machbarkeitsstudie eines Systemanbieters beraten.
4. Erstellung/Skizzierung eines groben Termin-Fahrplanes für die Errichtung eines Hallenbades und einer Eishalle.
Wir wollen einen Anschub geben, dass sich endlich mit beiden Projekten wieder beschäftigt wird. Natürlich nicht unter der Prämisse „Oh, alles so teuer, wir können uns nichts leisten.“, sondern eher mit dem Gedanken, wie und wann können beide Projekte denn umgesetzt werden. Als wichtiges Arbeitsgremium dafür gilt es, den Arbeitskreis „Eishalle“ wieder zu aktivieren, aber eben nicht nur für die Eishalle, sondern auch für die AmperOase.
In dem Arbeitskreis, jetzt genannt „Sportzentrum 1“, sollen anschließend die Vertreter der Stadtwerke, der Architekten, der städtischen Verwaltungsmitarbeiter, der Stadtratsmitgliedern, von interessierten Anwohnern sowie den aktuellen und zukünftigen Nutzern abseits von Presseveröffentlichungen diskutieren und am Ende eine vernünftige und umsetzbare Planung erzielen. Beschließen können diese zukünftigen Planungsergebnisse natürlich nur der Aufsichtsrat der Stadtwerke sowie der Stadtrat. Daher nehmen ebenfalls beide Gremien abgestimmt Ihre Arbeit in der Sache wieder auf.
Ein Teil davon ist die Prüfung, wie man kostengünstiger bauen und trotzdem qualitativ, und vom Leistungsumfang nicht abgespeckt, beide Einrichtungen errichten kann. Neben einer neuen darauf ausgerichteten Architekturplanung wäre zum Beispiel eine Zusammenarbeit mit einen Systemhersteller, der sich speziell auf kostengünstiges Bauen von Schwimmbädern spezialisiert hat. Und natürlich benötigen wir die Erstellung/Skizzierung eines groben Termin-Fahrplanes für die Errichtung des Hallenbades und der Eishalle, sonst reden wir in 100 Jahren noch über das Thema und in der Zwischenzeit haben sich die Eisvereine aufgelöst und das Schwimmenlernen erfolgt maximal privat für einzelne Schüler in der Amper.
So geht es natürlich nicht und wir sollten bei allen Kostenfragen auch nicht den gesundheitlichen Aspekt des Schwimmens für zigtausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene vergessen. Daher sehen wir als SPD-Fraktion die Sicherstellung des Sporttreibens in guten Sportstätten, auch wenn die Gesetzeslage offiziell etwas anderes vorgibt, ebenfalls eine Pflichtaufgabe der Kommune und damit als Aufgabe des Stadtrates, um die er sich kümmern sollte. Natürlich müssen wir dafür praktikable und finanziell mögliche Lösungen finden, wie wir aus dem Dilemma der zu hohen Kosten bei einem zu geringen Ertrag herauskommen. Der bisherige Ansatz jedenfalls kann so nicht weiterverfolgt werden, wir wollen einen Neustart wagen.
Dies ist jedenfalls die Zielrichtung unseres Antrags, AmperOase und Eishalle benötigen einfach endlich eine konkrete Zukunft und dies untermalt mit ersten Schritten zu einem Umsetzungsfahrplan. Dabei hoffen wir auf eine möglichst breite Unterstützung im Stadtrat, denn wir wollen weg von den ewigen Versprechungen hin zur konkreten Umsetzung. Übrigens, während es bei unserer zukünftigen Schwimmhalle aktuell noch den größten Abstimmungs- und Planungsbedarf gibt, steht der Leistungsumfang bei der Eishalle ja eigentlich mit der Ausrichtung auf die Burgauer Eishalle prinzipiell fest. Hier geht es dann eher um die terminliche und finanzielle Einordnung bei den vielfältigen Aufgaben der Stadt.
Also lassen Sie uns endlich gemeinsam loslegen, solche komplizierten terminlichen und finanziellen Aufgaben für unsere Stadt eignen sich nicht zu politischen Ränkespielchen.
Aufgestellt:
Fürstenfeldbruck, den 16.08.2024
i.A. Mirko Pötzsch
Stadtrat und Referent für Verkehr
Münchner Straße 15a
82256 Fürstenfeldbruck