Aus diesem Grund stellte, der derzeitige Seniorenreferent Siegfried Drexler (SPD), der mit der Seniorenproblematik jeden Tag beschäftigt ist, beim Stadtrat den Antrag auf Unterstützung, durch Einführung eines Seniorenbeirates. Ziel des Beirates sollte es sein die Lebensqualität der Senioren in Erding zu garantieren bzw. zu verbessern. Leider hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss im Erdinger St
adtrat diesem vorbildlichem sozialen Anliegen eine deutliche Abfuhr erteilt. Verwunderlich auch deshalb, weil bereits ehrenamtliche Mitarbeiter zu Verfügung standen und ansonsten nur geringe Kosten für die Stadt angefallen wären. Man kann also getrost davon ausgehen, dass für die Mehrheit der Stadträte ein Seniorenbeirat nicht notwendig oder aber, einfach unerwünscht ist. Die vorgebrachten Argumente gegen ein Seniorengremium sind auf jeden Fall, um es gelinde auszudrücken, hanebüchen. Erding Jetzt hat z.B. ein Problem Behinderte und Senioren zu unterscheiden. Die UWE verwechselt mal kurz die Baustellen und möchte erst einen Inklusion-Beirat bilden. Das Hauptargument aber, dass die älteren Stadträte im Gremium überproportional beteiligt sind und sich somit eine explizite Seniorenarbeit von selbst erledigt, ist schlicht und einfach falsch. Denn ein Stadtrat, egal wie alt, ist immer zuerst seiner Partei verpflichtet und dann seinem Ausschuss, für den er gewählt wurde. Das wichtigste aber, das ein Seniorenbeirat haben sollte, ist parteipolitische Neutralität. Es sollten eben nicht durch die Parteibrille Seniorenanliegen behandelt werden, sondern es darf nur um die Verbesserung der Lebensqualität unserer älteren Mitbürger gehen. Warum dieses sich bereits in über 600 bayerischen Kommunen bewährtem Gremium in Erding nicht erwünscht ist, darüber können viele Erdinger nur noch den Kopf schütteln. Die Senioren 60+ haben deswegen nun eine eigene Facebookseite ins Netz gestellt , hier sollen Senioren-Probleme aufgegriffen und öffentlich diskutiert werden