16/05/2026
Champions League Situation bringt den BSV ins Schwitzen
Am vergangenen Sonntag empfing der BSV den TSV Eintracht Sanitz-Gr. Lüsewitz zum 21. Spieltag der Kreisligasaison. Nach sehr erfolgreichen Wochen war die Brust sichtlich breit geworden. Die vermeintliche Pflichtaufgabe gegen den auf Platz 11 liegenden TSV musste jedoch erst einmal gemeistert werden. In der Hinrunde kam der BSV nicht über ein 1:1 hinaus, da Sanitz leidenschaftlich verteidigte und wir nicht dagegen ankamen.
Jörg sprang für den verreisten Sven an der Seitenlinie ein und schwor seine 16 Mannen auf die Partie wie gewohnt mit lockeren Sprüchen ein. Insbesondere Rotsünder Jatschi stand im Fokus der Ansprache.
Die Ordner haben alles im Blick
Mit dem Start in die Partie konnte der BSV direkt das Spiel an sich reißen. Nach 14 Minuten konnte ebenjener Jatschi die Führung für die Heimmannschaft erzielen. Aus etwa 20 Metern flog der Ball über den Keeper hinweg in die Maschen. Ein wenig Wiedergutmachung nach der verkorksten Hinspiel-Partie. Doch direkt danach der Ausgleichstreffer. Eine Flanke segelte auf den zweiten Pfosten und wurde erfolgreich über Nils‚ Linie gestochert. Wir ließen uns folglich auf das Sanitzer Spiel ein und agierten etwas planlos. Der Ball wechselte häufig binnen weniger Sekunden die Feldseite. Böller erlöste dann jedoch noch vor der Pause die Mannschaft von der Trägheit. Nach Steckpass von Jatschi schob er in Stürmermanier gekonnt am Torwart vorbei. Kurz vor dem Pausenpfiff noch eine weitere Chance, doch nach starker Ballmitnahme aus der Luft versprang Fiete der Ball in letzter Sekunde.
Das Pausenergebnis war sicher verdient, doch das Spiel nicht ganz nach unserem Geschmack. Denn auch Sanitz hatte gute Chancen auf weitere Tore. Das zweite Tor der Gäste fiel dann jedoch in einer vermeintlich ungefährlichen Phase und auch die Entstehung war mehr als fragwürdig. Der Ball wird aus unserem Strafraum geklärt, gelangt jedoch an den Arm unseres Verteidigers. Unter der Woche in der Champions League bei PSG kein Elfer, in der Kreisliga gegen den BSV jedoch schon. Möge irgendwer bitte diese Handregel ändern. Es kann nicht sein, dass ein Team beim Klärungsversuch aus dem Strafraum (!) einen Strafstoß (maximale Strafe) gegen sich bekommt, unbeabsichtigt, weit weg vom Tor. Das kann nicht im Sinne des Fußballs sein. Maximal sollte dies ein indirekter Freistoß sein. So, das musste hier einmal hin. Der Elfer war natürlich drin. 2:2 – wir mussten also wieder ein Tor erzielen. Und dieses fiel glücklicherweise postwendend. Nach einer „stinknormalen“ Ecke kam Tommi zum Abschluss und fand tatsächlich die Lücke im Strafraum. Jetzt waren wir endgültig im Spiel.
Böller stellte in der 61. Minute dann auf 4:2. Dabei luchste er den Ball nach einem eklatanten Pass den Gästen ab und blieb erneut eiskalt vorm Torwart. Weitere Tore bahnten sich an. Einmal erstickte der Schiri das Tor von Jatschi nach vermeintlicher Abseitsstellung, einmal zitterte die BSV-Latte nach Fernschuss von Sanitz. Doch damit nicht genug. Die schwächste Offensive der Liga wurde noch einmal von uns eingeladen und verkürzte in der 92. Minute auf 4:3. Und dann hatte noch unser Neuzugang Arvid (Kiste fürs Debüt) seinen Auftritt. Nach fantastischem Lauf wurde er scheinbar elfmeterwürdig vor dem Strafraum zu Fall gelegt, sodass der Schiri dennoch auf den Punkt zeigte. Enno nahm sich der Sache an, konnte jedoch nur ans Gebälk schießen. So blieb es beim knappen, aber am Ende verdienten Sieg für den BSV.
Der Sieg reiht sich in eine unglaubliche Serie ein. 6. Sieg im 8. Rückrundenspiel. Ein Verdienst von allen Personen, die im Verein tätig sind! Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle! Nun geht es zum PSV II. Können wir die Serie ausbauen und weiter um die Rückrundenmeisterschaft mitspielen?
Torfolge
1:0 Jan Tschirner 14′ Minute
1:1 Kevin Zielke 16′ Minute
2:1 Tim Hagemann 31′ Minute
2:2 Steven Lübcke 51′ Minute
3:2 Tom Hutfilz 56′ Minute
4:2 Tim Hagemann 61′ Minute
4:3 Kevin Zielke 92′ Minute
Aufstellung
Nils Kröner – Alexander Horack,Gian-Luca Bandiko, Tom Hutfilz – Lukas Manski (78. Enrico Dittmann), Til Möhwald (68. Felix Jannott), Jan Tschirner, Tim Pfitzmann (57. Simon Lenzner) – Tim Knispel (57. Tom Haß) – Fiete Oesterle, Tim Hagemann (78. Arvid Staeben)