02/09/2026
Sowas geht gar nicht.....
Neonazi-Vorstoß
TIEFBRAUNE AFD WILL „SCHULE OHNE RASSISMUS“ IN BRANDENBURG ABSCHAFFEN
Das Netzwerk ärgert offenbar die AfD-Neonazis. Nun will die AfD- Landtagsfraktion die Förderungen einstellen.
Brandenburgs AfD-Landtagsfraktion hat ein Ende der Landesförderung für das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gefordert. Die Landesregierung solle Brandenburger Schulen die Mitgliedschaft in dem Netzwerk untersagen, forderte der Landtagsabgeordnete Dominik Kaufner am Dienstag vor Journalisten in Potsdam.
SPD und CDU kontern Forderung
Dem Netzwerk gehe es um eine politische Agenda, und nicht um Bildung. In einem Antrag wirft die Fraktion dem Netzwerk vor, durch das Netzwerk würde „ein ganzes Bündel an Anliegen und Themen in den Schulalltag und Unterricht hineingetragen, die ausschließlich dem antideutschen, linksliberalen, „woken und progressiven Millieu“ entstammten. Kaufner kritisierte unter anderem, dass im Materialshop des Netzwerks ein Aufkleber „Rassismus erkennen“ bestellbar sei. „Es geht um den Kampf gegen Andersdenkende, den Kampf gegen Rechts, um linksradikale und woke Propaganda“, sagte Kaufner. „Das Netzwerk scheint auch für viele ein Blankoscheck zu sein, gegen die AfD zu agieren.“
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Björn Lüttmann, sprach von einer „absurden Forderung.“ Sie zeige aber, wie „verquer“ das Weltbild der AfD sei. Die SPD-Landtagsfraktion werde sich im Monat September schwerpunktmäßig mit den Möglichkeiten eines AfD-Verbotsverfahrens beschäftigen. Dazu würden in der kommenden Woche auch Experten der „Gesellschaft für Freiheitsrechte“ in der Fraktion erwartet, die ein Gutachten zu einem möglichen Verbot erstellt haben. Den von Boris Pistorius und Cem Özdemir in einem gemeinsamen Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ gemachten Vorschlag des Verbots einzelner, besonders radikaler AfD-Landesverbände nannte Lüttmann „bemerkenswert“. In dem Beitrag wurde auch der Landesverband Brandenburg als Objekt eines möglichen Verbots genannt.
Der CDU-Fraktionschef Steeven Bretz erklärte dagegen, das Verhalten der AfD widere ihn an. „Wenn wir aber immer nur über die AfD reden, machen wir deren Arbeit“, sagte Bretz. „Es ist unser Job, einen Gegenentwurf zu deren Politik zu bieten – denn inhaltlich hat die Partei außer im Kulturkampf und in Symbolpolitik inhaltlich wenig zu bieten.“
https://www.nordkurier.de/regional/brandenburg/brandenburger-afd-will-schule-ohne-rassismus-abschaffen-4823661