30/04/2026
Offene Regentonnen sind eine der tödlichsten und unsichtbarsten Fallen für Wildtiere in Deutschland. Jedes Jahr sterben Igel, Spitzmäuse, Fledermäuse und Singvögel in Regentonnen — oft ohne dass der Besitzer es je bemerkt.
WARUM DIE REGENTONNE ZUR FALLE WIRD:
Eine offene Regentonne ist ein zylindrisches Gefäß mit glatten Kunststoffwänden und bis zu 300 Liter Wasser. Für ein Tier, das am Rand trinken will und hineinfällt, gibt es keinen Halt und keinen Ausweg. Igel fallen beim Trinken herein — der Tonnenrand bietet keinen sicheren Stand. Fledermäuse streifen beim Trinken im Tiefflug die Wasseroberfläche und verfangen sich. Singvögel landen auf dem Rand und rutschen ab. Spitzmäuse sterben innerhalb von Stunden — ihr Stoffwechsel verträgt keine Unterbrechung der Nahrungsaufnahme.
Das Besondere an der Regentonne: Das Tier schwimmt, solange es kann. Dann sinkt es. Die Tonne sieht von außen vollständig normal aus. Niemand schaut hinein, außer um Gießwasser zu entnehmen. In einer unbenutzten Tonne über eine Woche kann ein Tier vollständig versinken und mumifizieren — unsichtbar, ungezählt, nie bemerkt.
In deutschen Gärten stehen schätzungsweise 30 Millionen Regentonnen. Wie viele davon offen sind und jährlich Tiere töten, ist nicht erfasst. Die Dunkelziffer ist hoch.
DIE EINFACHSTE LÖSUNG DER WELT:
Ein Deckel. Die meisten Regentonnen werden mit einem Deckel verkauft und ohne ihn genutzt.
Alternativ:
Schwimmendes Brett — ein kleines Stück Holz auf der Wasseroberfläche. Jedes Tier, das hineinfällt, kann darauf klettern, ausruhen und den Rand erreichen.
Seil als Rettungsleine — ein Seil vom Tonnenrand bis auf den Boden lässt jeden Kletterer hinauf.
Maschendraht über die Öffnung — hält Laub heraus, lässt Regenwasser durch, verhindert dass Tiere hineinfallen.
Tonnenrand mit rauem Material abkleben — verhindert Ausrutschen am Rand.
Einmal pro Woche in die Tonne schauen — besonders in den Sommermonaten, wenn Igel und Vögel aktiv nach Wasser suchen und die Tonne voll ist. 🐸🏠🕳️🔧