28/09/2026
Berlin Marathon 2026 – 5:15:15 🏁
Gestern habe ich nicht gepostet, weil ich selbst noch nicht so richtig wusste, was ich dazu sagen soll. Bilder sagen alles.
Ich war schon vor dem Start emotional. Dann ging es los und es war wunderschön. Die Menschen. Die Musik. Die Schilder. Die Stimmung. 💙🥳
Die ersten Kilometer liefen nach Plan.
5km 0:33, 10km 1:07, 15km 1:41, 20km 2:16. Beim Halbmarathon stand meine Familie und mein Herz hüpfte. Ich war ein einziges Honigkuchenpferd. 🤩
Dann wurde es ein anderer Marathon.
Erst ein bisschen Übelkeit, Magendrücken. Dann die erste Gehpause – etwas, das ich bei einem Marathon noch nie gemacht hatte. Danach Schmerzen, vor allem rechts im Bein. Ziehen, Humpeln, wieder anlaufen. Übelkeit. Weiter.
Bei km 33,5 wartete mein Mann. Bis dahin wollte ich unbedingt kommen. Entladen und auftanken. Ich sagte ihm, wie unglaublich hart es ist. Er fragte, willst du es schaffen? Noch ungefähr acht Kilometer.
Ja. Ich wollte. Also weiter.
Bei km 38 wurde es noch einmal richtig schwierig. Mein Kreislauf sackte ab, ich ging an den Rand, hielt mich fest, hockte mich hin und hörte in meinen Körper. Kann ich weiter? Ist das noch okay?
Ich stabilisierte mich. Stand wieder auf. Und lief weiter.
Irgendwann waren 4:45 egal. Dann war sub 5 egal.
Es gab nur noch ein Ziel: Gesund diesen Marathon schaffen.
Und das habe ich. 🏃🏻♀️💪🏻
5:15:15.
Ich würde jetzt gern den perfekten Satz schreiben darüber, wie stolz ich bin und dass die Zeit völlig egal ist.
Aber wenn ich ehrlich bin: So fühlt es sich heute noch nicht ganz an.
Es ist unter all dem Stolz auch einfach ein bisschen k***e.
Ich habe für diesen Marathon trainiert. Ich war besser vorbereitet als im letzten Jahr. Und für die ersten 15, 20 Kilometer hatte ich genau den Marathon, den ich mir vorgestellt hatte. Vielleicht tut es gerade deshalb so weh, dass er mir danach entglitten ist.
Heute dürfen deshalb einfach mehrere Dinge gleichzeitig wahr sein:
Ich habe gefinisht.
Ich habe gekämpft.
Ich bin stolz.
Ich bin enttäuscht.
Berlin Marathon 2026 – du warst nicht der Marathon, den ich wollte. Aber ich habe dich geschafft. 💙