28/10/2026
Klartext: 8K in der Actioncam, viermal so viele Pixel wie 4K, aber wer sieht den Unterschied?
Einordnung:
8K ist bei Actioncams angekommen. Die GoPro Mission 1 Pro filmt 8K mit bis zu 60 fps (frames per second, also Bilder pro Sekunde) und kostet 699 Euro.
Die DJI Osmo Action 6 kam im November 2025 mit maximal 4K auf den Markt und hat 8K mit bis zu 30 fps nachträglich per Firmware-Update bekommen.
Die Insta360 Ace Pro 2 schafft ebenfalls 8K mit 30 fps. 8K bedeutet 7.680 × 4.320 Pixel, also rund 33 Megapixel pro Bild und viermal so viele Pixel wie 4K (3.840 × 2.160). Klingt beeindruckend.
Bei den Fernsehern ist 8K allerdings gerade gescheitert: LG ist Anfang 2026 komplett ausgestiegen, Sony und TCL waren schon vorher raus. Samsung ist der einzige größere Hersteller, der noch 8K-Fernseher anbietet. Ist 8K in der Actioncam also ein echter Fortschritt oder nur eine große Zahl auf dem Karton?
Pro-Lager: „8K ist die beste Versicherung für euer Material“:
Die Befürworter sagen: Bei 8K geht es nicht darum, das Video in 8K anzuschauen. Wer in 8K filmt, kann im Schnitt großzügig zuschneiden, nachträglich den Bildausschnitt wählen oder hineinzoomen und hat am Ende immer noch volles 4K.
Und wer 8K auf 4K herunterrechnet, bekommt ein schärferes und ruhigeres 4K-Bild als bei einer direkten 4K-Aufnahme. Gerade bei Actioncams ist das Gold wert: Mit Weitwinkel, Helm- oder Lenkerhalterung trifft man selten den perfekten Ausschnitt. Außerdem spielt YouTube 8K-Videos schon seit Jahren ab, das Material ist also zukunftssicher, falls 8K-Displays doch noch kommen.
Contra: „Viel Speicher, viel Hitze, wenig Unterschied“:
Die Kritiker halten dagegen: 8K kostet euch Akku, Speicher und Nerven. Die GoPro Mission 1 Pro nimmt laut Hersteller mit bis zu 240 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) auf. Das sind rund 1,8 Gigabyte pro Minute und über 100 Gigabyte pro Stunde.
Und kaum jemand sieht das Ergebnis in 8K: Die meisten schauen auf dem Handy.
Was bedeutet das für euch?
Wenn ihr eure Clips nur aufs Handy holt und direkt teilt, bringt euch 8K wenig. 4K mit 60 fps können alle drei Kameras, und das ist dann meist die bessere Wahl: Die Bewegungen wirken flüssiger, Akku und Speicher halten länger. 8K lohnt sich vor allem, wenn ihr am Rechner schneidet und im Nachhinein zuschneiden oder zoomen wollt. Dann braucht ihr aber schnelle, große Speicherkarten, Ersatzakkus und einen Rechner, der 8K flüssig verarbeitet. Und vor dem Kauf solltet ihr euch fragen, ob euch die 8K-Funktion den Aufpreis wirklich wert ist.
Diskussionsfrage:
In welcher Auflösung filmt ihr mit eurer Actioncam, 8K, 5K, 4K oder sogar nur Full HD? Schreibt eure Einstellung in die Kommentare, wir werten aus, was die Community wirklich nutzt. Und ehrlich: Würdet ihr für 8K mehr Geld ausgeben?
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