24/10/2025
Warum vergleichen, wenn nichts vergleichbar ist?
Wir vergleichen uns so oft mit den falschen Menschen.
Wir sehen, wie jemand tiefer in die Haltung sinkt, stärker steht, ruhiger atmet –
und vergessen, dass wir nicht wissen, was diese Person mit auf die Matte bringt.
Vielleicht war sie Tänzer*in Turner*in, Kraft- oder Ausdauersportler*in.
Jeder Mensch bringt eine andere Basis mit, eine andere Geschichte, einen anderen Körper, andere Erfahrungen und Ziele.
Für die eine Person ist das Ziel, tiefer in die Vorbeuge zu kommen.
Für die andere, stiller in der Meditation zu werden.
Beides ist Yoga – und doch ist es völlig unterschiedlich.
Warum also vergleichen,
wenn nichts vergleichbar ist?
Warum vergleichen,
wenn es im Yoga gar nicht um den Schein,
sondern um das Sein geht?
Yoga führt uns nach innen –
zu unserem wahren Selbst (Atman),
über das Ego hinaus, das sich ständig misst und bewertet.
Es lehrt uns Ahimsa – die Freundlichkeit uns selbst gegenüber,
und Svadhyaya – die Kunst der Selbstbeobachtung,
ohne Urteil, ohne Vergleich.
Die Reise ist unendlich. 🛤️
Fortschritt erkennen wir nicht daran,
dass wir den Handstand halten oder tiefer in eine Haltung sinken,
sondern daran, dass wir lernen, unseren eigenen Weg zu gehen –
ohne den der anderen zu kopieren,
ohne uns zu verurteilen,
ohne uns zu verlieren.
Yoga ist Abhyasa – stetiges Üben,
und Santosha – Zufriedenheit mit dem, was jetzt ist.
Wenn wir jedem Schritt mit Neugier begegnen
und jedem Stolpern mit Weichheit und Güte,
dann sind wir auf dem Weg.
Denn Yoga ist kein Ziel.
Yoga ist das Zurückkehren –
immer wieder,
in den Körper,
in den Atem,
ins Jetzt.
🧘🏼♀️🧘🏽♂️✨