01/03/2026
Ich spüre, wie schwer sich unsere Gesellschaft mit Trauer tut. Wie viele Menschen hoffen, dass wir schnell wieder „funktionieren“, wieder lächeln, wieder die Alte sind. Und wie viele sich ganz distanzieren, weil sie nicht wissen, wie man neben einem trauernden Herzen stehen bleibt, ohne es wegzuschieben. Für Angehörige entsteht dadurch eine tiefe, stille Leere.
Du verlierst einen geliebten Menschen – und plötzlich musst du so viel organisieren, entscheiden, erledigen. Und irgendwo dazwischen sitzt die Trauer, die keinen Platz findet und doch überall ist.
Niemals hätte ich mir gewünscht, dass ich mich einmal so intensiv mit einem Verlust auseinandersetzen muss. Und doch stehe ich hier – mitten in diesem grossen Schmerz, mitten in diesem Wandel.
Aus meinem eigenen tiefen Trauerschmerz heraus entsteht deshalb ein neuer Weg. Ein Weg, den ich mit meinem Bruder im Herzen gehe. Ein Weg, der uns als Familie trägt und verbindet.
In ein paar Tagen starte ich nebenbei meinen Weg als Trauerbegleiterin. Eine Ausbildung, die uns als Familie stärkt – und die mir ermöglicht, auch meine Eltern auf ihrem eigenen Trauerweg zu begleiten. ✨Weil ich lernen möchte, wie wir nach einem Verlust weitergehen können, ohne uns selbst zu verlieren. ✨Wie wir tragen können, ohne zu zerbrechen.✨ Wie wir wieder in den Alltag finden können, ohne unsere Liebe zu verlieren.✨
Mein Bruder und ich hatten diese Gemeinsamkeit immer im Herzen: Menschen zu helfen. Und aus dem wächst in mir der Wunsch, später Menschen zu begleiten und ihnen einen Raum zu schenken, in dem Trauer sein darf. Niemand sollte alleine sein!
Deshalb wird sich auch diese Seite verändern. Jeluna wird in Zeichnungen zu einer kleinen Begleiterin für Menschen, deren Herz Ähnliches erlebt hat. Sie darf das aussprechen, was viele fühlen, aber nicht in Worte fassen können. Sie darf Mut machen, leise sein, trösten, begleiten.
So unglaublich dankbar halten mir mein Mann und meine Kinder den Rücken frei, damit ich diesen Weg gehen kann.🫶🏽