21/11/2021
Beim Blick ins Spielerplus sah es lang düster aus. So war es diese Woche wohl eine der drängendsten Pendenzen des CEO bei ManserImmo, Spieler in individuellen Coachinggesprächen zu rekrutieren. Der eiserne Päsc bemängelte zu Recht die etwas eingerostete Pünktlichkeit. Doch als erstaunlicherweise alle in der App eingetragenen mit Marge bereit waren, machte sich das Gefühl breit, dass heute tatsächlich etwas zu reissen ist, wenn wir nicht den Start verschlafen. Sascha war besonders schnell angezogen, da er sein Debüt als Feldspieler feierte. Wir konnten mit zwei kompletten Reihen spielen, was sich schon am Donnertag beim Conte-Cup als wichtig erwiesen hatte. Ausserdem absolvierte Gubsi sein allseits lang ersehntes, erstes Pflichtspiel nach überstandener Verletzung.
Es gelang uns wach ins erste Drittel zu starten. Die Gegner hatten einige ihrer besten Spieler in die Offensive geschickt und unsere Verteidiger fühlten sich teilweise wie Statisten in einem Stickhandling-Tutorial. Zum Glück unterstützten wir uns als Team in unserer eigenen Zone und sonst war da immer noch Vicky. Unsere Stürmer merkten beim Vorchecken rasch, dass ein paar generische Verteidiger ihren Stock nicht ganz so gut im Griff hatten. Schawi und Manz sorgten hinter und vor dem Tor des Gegners für viel Verkehr und einige spektakuläre Aktion, eine davon hätte drei der letzten fünf Schwingerkönige zum Schmunzeln gebracht. Wir gingen in Führung und auch hinten liessen wir weniger gefährliche Torschüsse zu. Päsc spielte Hornussen mit dem gegnerischen Goalie, was sich als erstaunlich effektiv erwies, da der Goalie nach herunterschlagen mit der Schindel/Fanghand vergass, dass die Nouss jetzt wieder ein Puck ist.
Auch der Rest des Teams hatte sich nun eingeschossen und gesehen, dass Zuversicht manchmal die halbe Miete ist. Wir verteidigten unsere Führung tapfer und bauten sie im zweiten Drittel weiter aus. Der Pass zurück auf die hoch stehenden Verteidiger klappte nicht besonders, dafür konnten wir oft Rebounds behaupten sowie den Puck in der offensiven oder wenigstens neutralen Zone zurückgewinnen. Die Teamleistung war neben der Zuversicht sicher ein wichtiger Faktor. Die gesamte Offensive unterstütze hinten und erntete vorne die Früchte davon.
Als weiterer bemerkenswerter Augenblick sei hier ein eigenartiges Tor für den Gegner erwähnt, bei dem der Schiri zuerst abpfeift, weil er glaubt, dass Vicky das Ding hat. Als der Puck dann ins Tor rutscht, zeigt der gute, gestreifte Mann plötzlich ins Tor. Geistige Reife unsererseits gekoppelt mit einer doch recht komfortablen Führung sorgten dafür, dass die Diskussion kurz blieb und wir dem Gegner dieses Tor gönnten.
Die anderen zwei Gegentore erfolgten nach Schüssen aus der Mitteldistanz mit begrenzter Sicht für die Torfrau. Neben Vicky im Tor erwiesen sich auch Söhne Ryan auf dem Eis und Aaron an der Bande als Stützen für unseren Erfolg. Familie Manser füllte so gut es ging die Ränge, doch für La Ola reichte es "noch" nicht. Frank bewies an der Bande, dass er trotz Schmerzen im Rücken viel Rückgrat hat und sagte uns geradeaus, was wir besser machen müssen.
Das Schlussresultat von 6:3 klingt vielleicht etwas schmeichelhaft, wenn wir unsere Chancenverwertung und unsere zwischenzeitliche Unfähigkeit den Puck in unserer Zone, vor allem tief an der Bande, zu behaupten in Betracht ziehen. Doch an einem Samstagabend in einer Woche, in der die Gipfelstürmer drei Siege feierten, darf man sich auch einmal über ein familienfreundliches Eishockeyspiel freuen, welches zu einem nahezu ungefährdeten Sieg führte.
Von meinem iPhone gesendet