Fußball im Burgenland -Sportmagazin Unterwegs-

Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":SSC Napoli 1–0 Bologna Fc 1909, 13.9.2026Den Abschluss un...
15/09/2026

Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":
SSC Napoli 1–0 Bologna Fc 1909, 13.9.2026

Den Abschluss unserer Rundreise um den an diesem Sonntag zum Glück ruhigen Vesuv bildete der 4. Spieltag der Serie A. Geld spielt aktuell keine Rolle, der Wert aller 20 Teams beträgt knappe 6 Milliarden Euro. Das große Napoli steht in dieser Rangliste mit 432 Millionen auf den fast schon beschämenden 6. Platz. Ein Faktum, das auf ein arg schrumpfendes Vermögen des unbeliebtesten italienischen Präsidenten vermuten lässt. ADL, sprich Aurelio de Laurentiis (Besitzer von Napoli und Bari, nur möglich durch rechtliche Trickserei) ist sowohl in Bari als eben auch in Neapel mit seinen Ansichten und Verständnis beim gemeinen Volk unten durch. Während in Bari schon ein “härterer Kurs” gefahren wird und das Stadion bestreikt völlig leer steht, ist man in Neapel “noch” geduldig. Gründe über diese Situation gibt es viele, hauptsächlich geht es zum einen den Bari Fans um die Mehrfachbesitzverhältnisse und zum anderen sind es in Neapel fanspezifische Themen, die die Lage als extrem erhitzt bezeichnen lassen.
Was das im Falle von Neapel bedeutet, kann man sich denken und hat wohl auch mit eine Rolle gespielt, dass man den wenigen Bologna Fans die Reise verboten hat. Das spricht schon Bände über die Lage und Willkür, wen man es nicht mal schafft den Aufenthalt für ein paar hundert Gästefans organisieren zu wollen. Verschärft hat sich die Atmosphäre durch einen höchst brisanten Plan, das ehemalige Stadio San Paolo in ein Theater zu verwandeln. Hat der Herr Präsident doch tatsächlich letzte Woche die Idee geboren, gemeinsam mit dem Polizeipräfekten die Stadionordnung umzuschreiben. Sein Plan sah vor, die Fahnen zu verbieten. Der große Diego Armando Maradona würde sich im Grabe umdrehen. Wer sich da mit der Materie nicht so auskennt und das als Kleinigkeit abtuen will: Hier handelt es sich um Gruppenfahnen die teils über 40 Jahre existieren und in der Bevölkerung sowie den einzelnen Stadtvierteln tief verwurzelt sind. Ein Verbot ebendieser kommentierte der Präfekt unter der Hand als Startschuss für einen “Bürgeraufstand” (das Wort Krieg lassen wir in diesem Kontext aufgrunde der realen Kriege lieber außen vor)...Das der Plan von ADL nicht aufging kann man sich am Ende wohl denken und zeugt gottlob von gewissen Hausverstand seitens der Behörden.

Sehr zögerlich war auch die Spielanlage der Partenopei. Rund um ihre Speerspitzen Kevin de Bruyne und dem neuen Superstar Rasmus Hojlund (wurde nach einer Leihe fix von Manchester United fix verpflichtet) war es ein ziemlich einseitiges Duell, indem Bologna als Statist gute Miene machte. Es bedurfte einer Unmenge an Chancen des dänischen Publikumslieblings (der natürlich viele dänische Zuschauer anlockte. Gesamt waren es 42.000 davon 22.000 Abonnenten und 2 Gästefans), ehe am Ende Lobotka einen Torwartfehler eiskalt ausnützte, um in der 66. Minute den Siegestreffer zu erzielen. Mit 10 Millionen Marktwert ist der 31jährige Slowake vergleichsweise ein Schnäppchen in deren Kader. In diesem Zusammenhang passt das Zitat “Geld schießt keine Tore” wie die “Faust auf Auge”. 1€ ins DSF Phrasenschwein. Interessant auch das er als einziger Spieler die hervorragende Note 8,6 bekam, während seine Mitspieler von den großen Sportzeitungen weit darunter bewertet wurden.
Fazit: Meisterhaft war das Ganze nicht. Will man dieses Vorhaben noch umsetzen wartet noch viel Arbeit auf Massimo Allegri, der seit Juli im Amt ist und vom einst großen AC Mailand kam. Bis dahin singen sie hier noch weiter Lieder und Lobpreisungen auf Diego Armando Maradona. Kein Foto und kein Video kann das ausdrücken, was der beste Fußballer aller Zeiten für diese Menschen hier bedeutet. Mann oder Frau muss es selbst erlebt haben.

Anmerkung: Aus rechtlichen Gründen dürfen wir leider keine Aufnahmen von Spielszenen zeigen.

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Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":U.S. Palmese 1914 0-0 F.C. Turris 1944, 13.9.2026Sonntag ...
15/09/2026

Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":
U.S. Palmese 1914 0-0 F.C. Turris 1944, 13.9.2026

Sonntag 15h, gefühlte 40 Grad und ein Derby della Vesuvio. Es war alles angerichtet. Torre del Greco und Palma Campania liegen sich an den grünen Hängen des Vesuv in einer Entfernung von etwa 15 Kilometer Luftlinie genau gegenüber. Scheinbar war auch der hiesige Polizeichef nach den Sommerferien bester Laune oder fand keine andere Beschäftigung für sein Personal. Denn das zu diesem Spiel 500 Gästefans anreisen durften, grenzt an einen Glücksfall im am Boden liegenden italienischen Fussball. Auch wenn Insider von keiner besonderen Rivalität im historischen Kontext beider Städte sprechen. So zumindest die Meinung der örtlichen Fußballfans, wenn man sie über ihre Gefühle und die vorherrschenden Tatsachen befragt. Und wenn in diesem Land etwas wichtig ist, dann das runde Leder und der Aktienkurs von Ferrari.
Auf die eigentliche Heimpremiere müssen die Tifosi von Palmese jedoch noch ein Jahr warten, bekommen sie doch tatsächlich ein neues Stadion (am selben Platz ihres alten Heimstätte). Der Bau ist unserem Vernehmen nach weit fortgeschritten und unterstreicht ihre Ambitionen für eine Serie C. Bis dahin müssen sie aber erst die Serie D hinter sich lassen, was ein durchaus hartes Unterfangen sein kann. Denn wer sich für einen Aufstiegsplatz qualifiziert (abgesehen von den Meistern, die fix aufsteigen), muss zunächst den ca. einen Monat dauernden Playoff Irrgarten durchstreifen. Steht man hier am Ende ganz oben ist man aber noch lange nicht aufgestiegen. Hier hat sich die LND (die zuständige Liga) ein paar besondere Schmankerl einfallen lassen und hat ein höchst kompliziertes Punktesystem mit zwei Stellen nach dem Koma (!) eingeführt. Es mag sicher Menschen geben die dieses verstehen, wir gehören nicht dazu.
Bis für Palmese diese Rechenspiele beginnen haben sie sich im Stadio “F. Squitieri” von Sarno (Sarnese spielt ebenfalls Serie D) eingemietet und tragen dort abwechselnd mit dem Hausherren die Heimspiele aus. Und obwohl das Spiel gegen Turris über die gesamte Distanz gesehen ausgeglichen schien, hatten die Gäste ihre besten Momente sowohl aus der Distanz als auch über die Außenbahnen. Doch mangels Treffsicherheit waren es am Ende zwei verlorene Punkte für den Traditionsverein aus Torre del Greco.
Bereits nach einer Spielminute (!) gab es Elfmeter für Turris. Doch D’Agostino hatte alles Pech der Welt, den Palmeses Tormann Arabesco erriet die Ecke und parierte. Auch der Nachschuss verfehlte sein Ziel, wodurch die Gastgeber zusätzliche Motivation tankten. Für unsere Videovorschau haben wir diese Szene exklusiv festgehalten. Demgegenüber war es Palmese, welche sein Glück größtenteils über Standart versuchte, aber selten in den 16er vordrang und es dadurch nicht in unseren kurzen Clip schaffte.

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Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":Asd Pro Poggiomarino 3-2 ASD Heraclea Calcio, 13.9.2026Un...
14/09/2026

Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":
Asd Pro Poggiomarino 3-2 ASD Heraclea Calcio, 13.9.2026

Und hier die besten Fotos der gestrigen Sonntags Matinee.

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13/09/2026

Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":
Asd Pro Poggiomarino 3-2 ASD Heraclea Calcio, 13.9.2026

Ein Jahr nach dem 100 Jahre Jubiläum kehrte Poggiomarino in die fünftklassige Eccellenza zurück. Obwohl deren Stadion seit Jahren unbenützbar und dem Verfall preisgegeben ist, wagen sie diesen Schritt, da sich die Verantwortlichen auch neuen Schwung in der öffentlichen Debatte um deren Spielstätte erhoffen: “Wir sind zuversichtlich, dass dieser Aufbruch – der uns an die Spitze des regionalen Fußballs zurückbringt und uns mit Stolz sowie Verantwortungsbewusstsein erfüllt – auch der Sportinfrastruktur neue Impulse verleihen wird” schreiben sie in ihrer Aussendung zu Saisonbeginn, in der sie in Folge für ein Abo werben und auf einen sportlich starken Girone B hinweisen “...wir werden uns mit starken Konkurrenten und traditionsreichen Mannschaften messen. Doch auch wir treten ein bedeutendes Erbe an. Ein Abonnement für Pro Poggiomarino ist eine Möglichkeit, gemeinsam an einer einzigartigen, von Leidenschaft geprägten Geschichte weiterzuschreiben. Es ist ein Bekenntnis all jener, die sich entscheiden, dabei zu sein. Immer und unter allen Umständen.”

Pünktlich zu Saisonstart stehen aber auch die Polizeipräfekten und das Osservatorio wieder im Mittelpunkt des italienischen Fußballs. Seit Jahren sorgen sie mit teils absurden Reiseverboten, geschlossenen Gästeblöcken oder reduzierten Kapazitäten für Kopfschütteln bei den Zuschauern. Eine Logik derer keine Logik zugrunde liegt läßt Spielbesuche Woche für Woche zur Lotterie werden. War es bis vor kurzem in der Serie A und B noch halbwegs übersichtlich so greift mittlerweile der Verbotsmechanismus auch hier in bedenklicher Geschwindigkeit um sich. Jüngstes Beispiel das 48h vor Anpfiff erlassene Reiseverbot für die Fans aus Bologna zum Spiel in Neapel. Oder ein Polizeipräfekt in Neapels Vorort Ottaviano, der 24h vor Ankick die Stadionkapazität auf 100 (!) Zuschauer begrenzt, welches die Fangruppen natürlich zu einem Boykott veranlassen. All dies geschieht ohne rechtliche Grundlage dem die Reisefreiheit im eigenen Land zugrunde liegt. Mittlerweile scheint es auch egal zu sein welche politische Fraktion an der Spitze der Regierung steht, eine Änderung ist nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil, die Repression sucht in Europa weiter ihresgleichen. Verstöße gegen diese Auflagen werden hart sanktioniert, von einer Strafverfolgung gegen einzelne Personen hat man sich völlig verabschiedet. Es scheint mittlerweile gängige Praxis den leichtesten Weg zu gehen und Verbote im Gieskannenprinzip auszusprechen anstatt sich mit der Organisation einer Veranstaltung zu beschäftigen. Besonders in den Amateurligen scheint es die billigere und einfachere Lösung zu sein Kosten für die Polizeikräfte zu sparen und einfach Stadien oder Gästeblöcke zu schließen. Ein Ausweg aus dieser Lage ist nicht in Sicht. Ob eine großangelegte Unterschriftenpetition aller italienischen Fangruppen den gewünschten Erfolg erzielt, können wohl nur deren Anwälte erklären…

Nach diesem kurzen Ausflug in die Alltagssorgen des italienischen Calcio zurück nach Striano ins Stadio “Gatti e Pellegrino”, wo der Gastgeber am Sonntag um 10h vormittag sein erstes Heimspiel bestritt. Wem diese Anstosszeit verwundert, sowas gab es hierzulande in den frühen 1990er Jahren auch in der 1. Bundesliga. Wenig wunderlich war die Euphorie, die in Poggiomarino nach dem heurigen Aufstieg herrscht. Hier gab es zwar keine Verbote dafür war der Gästeblock aufgrund seiner Unbenützbarkeit geschlossen. Bauliche Aktivitäten waren keine erkennbar. Auch das ist ein beliebtes und probates Mittel möglichst viele Gästefans vom Besuch abzuhalten. Warum sich dann aber einheimische Zuschauer dort breit machen konnten weiß dann wieder niemand.
Fix war hingegen die große Begeisterung und Stimmung unter den gut 300 Zuschauern, welche sich mit einer Bänderchoregraphie in Szene setzten. Bei zunehmender Mittagsh*tze im Dunstkreis des Vesuvs entwickelte sich in den zweiten 45 Minuten ein echter Krimi. Zunächst stellten die Gastgeber sehr bald auf 3-0, ehe die Gäste im Verlauf ebendieser immer mehr Spielanteile und somit auch die Chancenhoheit gewann. Am Ende war es eine echte Zitterpartie, viel hätte nicht gefehlt und Poggiomarino hätte den Ausgleich erhalten.
Für unsere exklusive Videozusammenfassung haben wir den Treffer zum 1-0 durch Saviano (22. Minute) und den Elfmeter zum 3-0, welchen De Vivo souverän versenkte, eingefangen.

Unsere Fotos folgen in Kürze!

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Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":Hellas Verona FC 5-0 S.S. Arezzo, 6.9.2026Zum Abschluss u...
09/09/2026

Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":
Hellas Verona FC 5-0 S.S. Arezzo, 6.9.2026

Zum Abschluss unserer „Verona Rundreise“ ging es ins WM Stadion von 1990. Nach sechs Spielzeiten in der Serie A musste Hellas Verona wieder in die Serie B zurück, hingegen der Gegner aus der Toskana nach 20 Jahren wieder in die zweite Liga Aufstieg. Der heutige Gastgeber gehört unumstritten zu den großen Aushängeschildern des norditalienischen Fußballs. Deren erfolgreichstes Jahr war 1984/85 mit dem italienischen Meistertitel sowie die Auftritte auf europäischer Bühne, wo zum Beispiel 1987/88 erst im Viertelfinale Endstation war.

Mit dieser Tradition im Palmares verwundert es nicht, dass Hellas Verona knapp 13.000 Abos verkaufte (wohlgemerkt in der Serie B!), sodass sich die Zuschauerzahl von 16.559 durchaus sehen lassen konnte. Aus Arezzo folgten nach über 20 Jahre exakt 469 Auswärtsfans (Ultras Arezzo) in die aufgeheizte Arena, was aufgrund der rigorosen Auflagen im Vorverkauf durchaus respektabel war. Sie sahen eine tapfer kämpfende toskanische Hintermannschaft, die sich bis zur 40. Minute durchaus wacker hielt, dann aber durch eine rote Karte entscheidend geschwächt weiterspielen mußte. Mit einem langen Abschlag schickte Veronas Torwart Leali Stürmer Mulattieri kurz vor der Pause auf das Tor. Der argentinische Verteidiger Illanes foulte den Stürmer und sah dafür die Rote Karte, da er eine klare Torchance vereitelt hatte. Hellas konnte aus Harrouis Freistoß nichts herausholen und überrollte Arezzo erst nach vielen vergebenen Chancen ab der 50. Minute, wo deren Betonmauer völlig zerbröckelte. Insgesamt fünf Tore sahen die restlos begeisterten Zuschauer, die sich während des ganzen Spielverlaufs mit einigen Schimpftiraden bei Arezzos Sportdirektor Aniello Cutolo bedankten. Dem aus Neapel stammenden ehemaligen Spieler wird eine jeher äußerst unfaire Spielweise in seiner aktiven Laufbahn nachgesagt, vor allem wenn es gegen Hellas Verona ging.

Nachsatz: Aus rechtlichen Gründen dürfen wir keine Videoaufnahmen von den erzielten Toren zeigen.

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Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":Virtus Verona 2-2 VillaValle, 6.9.2026Am Sonntag ging uns...
08/09/2026

Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":
Virtus Verona 2-2 VillaValle, 6.9.2026

Am Sonntag ging unsere Rundreise in Verona weiter. Knapp zehn Jahre nach dem Aufstieg in die Serie C war für den im Stadtteil Borgo Venezia gegründeten Verein die Zeit im Profi Fußball zu Ende und man rutschte wieder runter in die Serie D. Deren Stadion Mario Gavagnin-Sinibaldo Nocini ist nach dem 1961 bei einem Autounfall verstorbenen Sportstadtrat Mario Gavagnin benannt. Nachdem Virtus Verona für die Saison in der Lega Pro 2013/14 noch in das nahe Legnago ausweichen musste, wurde 2018 für den Aufstieg in die Serie C ausgebaut und die Kapazität auf 1.500 Plätze angehoben, um hier spielen zu können. Es wurden die Längsseite für das heimische Publikum und eine Stahlrohrtribüne als Gästesektor hinterm Tor gebaut (Stadioninfos Quelle: brucki.blogspot.com).
Der Neustart in der Serie D steht unter dem Fokus, die kommende Meisterschaft auf den Nachwuchs auszurichten, mit dem Ziel dennoch die Serie-C-Playoffs zu erreichen. Der Gegner der ersten Runde war Villa Valle, ein etablierter Viertligist welcher seit acht Jahren in Folge in der vierten Liga, sieben davon in Gruppe B und nur eine, in der Saison 2024/25, in Gruppe C spielt. Sie gelten als erfahrenes und routiniertes Team, was sie gleich zu Saisonbeginn unter Beweis stellten. Auf schwierigem Geläuf, der Rasen machte einen Bogen wie eine Sprungschanze, erspielte sich Virtus die besten Möglichkeiten und hielt bis zur 60. Minute einen sicheren 2-0 Vorsprung. Im Schlussdritten schien den Gastgebern die Konzentration zu fehlen, denn die Gäste schafften sogar noch den Ausgleich.
Sehr zum Ärger der letzten Getreuen der aktiven Fanszene, die auch schon mal bessere Zeiten erlebte. Bei etwa 300 Zuschauer ist die 2015 gegründete Rude Firm kaum mehr wahrnehmbar. In unserem besuchten Spiel waren sie mit 4 Mann vertreten, die Politik stets hochhaltend. Auch nach der Auflösung der von 2006 bis 2015 bestehenden Virtus Fans ist deren Szene antifaschistisch und antirassistisch aktiv.
In unserer Videovorschau zeigen wir ein paar Eindrücke von der ersten Halbzeit, wo uns vor allem ein sehr spezieller Eckballtrick aufgefallen ist. Wie im Video zu sehen, bilden alle Spieler von Virtus einen Kreis ehe der Eckball getreten wird. Erst dann laufen sie in ihre Position. So in der Form auch noch nirgends gesehen, aber es wird wohl oder übel eine weiterführende Idee dahinter stehen...

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Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":A.C.ChievoVerona 1-0 ASD Calcio Pavonese, 5.9.2026Und hie...
07/09/2026

Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":
A.C.ChievoVerona 1-0 ASD Calcio Pavonese, 5.9.2026

Und hier unsere Fotogalerie vom Heimsieg des einstigen Champions-League Teilnehmers!

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07/09/2026

Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":
A.C.ChievoVerona 1-0 ASD Calcio Pavonese, 5.9.2026

Unser Blick über die Landesgrenzen brachte uns an diesem Wochenende nach Verona, die Stadt von Romeo und Julia. Es ergab sich die einzigartige Konstellation, alle drei namhaften Veroneser Vereine binnen zwei Tagen in ihren Heimspielen zu sehen.
Fun Fact: Es handelt sich hier um die einzige Stadt in Italien, welche in manchen Jahren gleichzeitig drei Profivereine stellte (in der Serie A, B und C).
Den Anfang machte am Samstagabend der gelungene Saisonauftakt für Chievo Verona in der Serie D, welcher aber beinahe daneben ging. In unserer exklusiven Videovorschau zeigen wir den verschossenen Elfer von Neuverpflichtung Dardan Vuthaj sowie weitere Spielszenen einer überaus hart geführten Begegnung, bei welcher der Spielleiter die oft hinterhältigen und versteckten Fouls ungeahndet ließ. Apropos Videovorschau: Der Siegestreffer vom tragischen Elferschützen kam für uns genauso überraschend wie für die Abwehrreihe des Aufsteigers aus Brescia, welcher durchaus seine Spielanteile hatte und dem Titelanwärter in vielen Phasen Paroli bot.
Weniger überraschend ist hingegen das sportliche Ziel von Chievo, nämlich der Aufstieg in die Serie C. Doch mit so Kalibern wie Piacenza und dem B-Team des großen AC Milan wird es schwer für Präsident Sergio Pellissier, der sich ebenso vor Ort ein Bild machte. Für das Spiel wurden im Vorfeld sogar eigenen Aufwärmdressen angefertigt, mit dem sich der Klub bei ihrem Retter zum Saisonstart bedankte. Jenem Pellissier, der den 2021 wegen 18 Millionen Steuerschulden aus der Serie B ausgeschlossen Verein umgehend neu gründete. Der einst Champions-League Qualifikation (2005/06 gegen Levski Sofia) spielende Klub startete 2021/22 in der Terza Categoria, was die 9. Liga bedeutete!
Dieser Liga folgt bis heute auch die 1994 gegründete „North Side“, die Ultras von Chievo Verona. Das sie in der Stadt einen schweren Stand (hinsichtlich des Zuschauerschnitt) haben, scheint ob der sportlichen Dominanz von Hellas Verona offensichtlich. Ihr absolut unpolitisches Auftreten erstaunt dafür umso mehr, wenn man die Lage und den politischen Alltag in Verona kennt. Übrigens gehen diesen positiven Weg auch ihre Leidgenossen, die 2017 gegründeten „The Followers“. Mit so einer treuen Anhängerschaft war es nicht verwunderlich, dass man bei den ersten Spielen in der 9. Liga bis zu 2.000 Zuschauer hatte.
Und wenn sie heute wieder von der Serie C träumen, so wird sie die Realität im großen Stadio Bentegodi erwachen lassen, welches gegenüber der aktuellen Spielstätte (Stadio Aldo Olivieri) liegt. Das für die WM 1990 errichtete Stadion hat seit jeher nur eine Tribüne, und aus Platzgründen wird eine Serie C hier wohl nicht zu realisieren sein. Zumindest aber müsste man eine Gästetribüne errichten, was wohl aus Platzgründen schwer umsetzbar ist. Auch wird die Stadionmiete ein bestimmendes Thema sein. Doch all dies ist nur Theorie, die Wahrheit wird sich in den Spielen gegen Piacenza, AC Milan und vermutlich auch gegen Lokalrivalen Virtus Verona zeigen, den wir am nächsten Tag besuchten.

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Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":FC Südtirol 2-0 U.S. Catanzaro 1929, 5.9.20261.254 Kilome...
07/09/2026

Sportmagazin Unterwegs präsentiert "Blick über den Tellerrand":
FC Südtirol 2-0 U.S. Catanzaro 1929, 5.9.2026

1.254 Kilometer beträgt die unfassbare Distanz zwischen den heutigen Mannschaften, welche von 419 Gästefans begleitet wurde. Während der Gast aus Catanzaro in den letzten drei Spielzeiten immer nur knapp in den Playoffs zur Serie A gescheitert ist und die Ansprüche der Süditaliener generell höher sind, gibt man sich in Bozen bescheiden. Nach einem gewaltigen Kaderumbruch, 16 Spieler wurden abgegeben und 18 neue verpflichtet, ist das ausgerufenen Ziel der Klassenerhalt des seit 2022 konstant in eben jener Liga etablierten Vereins. In ihrer Premierensaison klopften sie übrigens sehr vehement an die Serie A, scheiterten aber nur knapp in den Playoffs.
Wäre dies gelungen, ein weiterer Ausbau des Stadio Druso wäre unabdingbar gewesen. Jener Ort, wo in den 1930er Jahren zuerst der US Bolzano spielte und sich bis heute aufgrund vieler Fusionen und Namensänderungen die Hausherren des öfteren abwechselten. Doch eines blieb immer gleich, ein Stadion wo die Fassade der Haupttribüne einen Denkmalschutz genießt und der über der Distinti thronende Felsen namens Virgolo, was dem Druso dieses unvergleichbare Panorama verschafft. Zwischen Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre konzentrierten sich die städtebaulichen Umgestaltungen des faschistischen Regimes in Bozen auch auf den Sportbau, wie die Alpenzeitung von 1929 über die Entstehung des Stadions berichtet. Es ist nach Nero Claudius Drusus (besser bekannt als Drusus der Ältere, jüngerer Bruder von Tiberius und Vater von Claudius, die beide römische Kaiser wurden) benannt, der während der germanischen Kriege (um 15 v. Chr.) die erste Brücke über den Fluss Eisack errichten ließ. Die Arbeiten gingen zügig voran, und 1930 wurde der Drusus-Sportplatz eingeweiht. Die Einweihung entsprach der italianisierenden Propaganda des Faschismus, die den Führer Nero Claudius Drusus als authentischen "Gründervater" der Stadt Bozen (die als "Römer" somit als echt italienisch zu betrachten war) und als Sieger über den "deutschen Feind" darstellte, so erzählt es die Alpenzeitung fortan.
Was anfänglich nur aus der Haupttribüne und den paar Stufen auf der Flussseite bestand, baute die Stadt als Besitzer mit den Jahren immer mehr aus, oft auch nur temporär. Was jedoch immer gleich blieb und eben bis heute aufgrund des Denkmalschutzes bestand hat ist die Fassade der sogenannten Zanvettor, früher Tribuna Trieste genannt. Sie verband den Stil des Rationalismus und Monumentalismus miteinander. Die Fassade bestand aus einem zweigeschossigen Mittelteil mit konkavem Profil und vier nüchternen Halbsäulen, zwischen denen sich im zweiten Stock drei Rundbogenfenster, im Erdgeschoss die Eingangstür und sechs Fenster befanden, diese wiederholten sich auch neunmal an den beiden Seitenflügeln der Tribüne, die wesentlich niedriger waren, wie es der Architekt in seiner Beschreibung erklärt. Dreißig Jahre lang blieb die Struktur unverändert: Eine erste Erweiterung erfolgte Ende der 1960er Jahre mit dem Neubau der dem Fluss zugewandten Eisack Tribüne, auch Canazza genannt. Temporär kam es in einigen Fällen vor, vor allem wenn Bozen im Profifußball spielte, dass an die Tribünen vorgefertigte Metallrohrtribünen angebaut wurden, um das Fassungsvermögen zu erhöhen, die dann wieder abgebaut wurden, als es nicht mehr so gut lief. Mit dem Aufstieg des FC Südtirols in die Serie C2 im Jahr 2000 begannen erste Renovierungen an der Canazza, die sich bis zum Jahr 2022 zogen. Besonders der Neubau der Zanvettor gestaltete sich schwierig, da es galt die denkmalgeschützte Monumentalfassade der Haupttribüne aus den 1930er Jahren zu erhalten und konzeptionell zu integrieren. Nach dem Abschluß dieser Arbeiten stehen auf beiden Tribünen 5.539 Plätze zur Verfügung, für die Serie B gerade noch ausreichend.
Ausreichend waren im Spiel gegen Catanzaro auch jene 2x5 Minuten am Ende jeder Spielhälfte. Wie eine Klapperschlange nutzten die Gastgeber zwei schwache Momente der Abwehrreihe der Süditaliener, um dann eiskalt zuzuschlagen. Scheiterten sie gegen Ende der ersten 45 Minuten bereits gesamt dreimal am Gästekeeper Pigliacelli, so waren es die Sommerneuzugänge Kenny Mixtur und Rares Burnete, die in der 86. und 89. Minute zuschlugen. Sehr zum Jubel der 3.317 Zuschauer, die bei hochsommerlichen Temperaturen den Heimsieg feierten. Apropos Zuschauer: Die ältere Generation denkt bei Bolzano sicher zunächst und das zurecht, ob der vielen großartigen Erfolge des HC Bolzano an Eishockey, jedoch scheint sich hier im Vergleich zu unserem letzten Besuch von vor zehn Jahren doch einiges zu ändern. Die Jahre in der Serie B sorgten doch für einiges an Zuspruch zum FC Südtirol, was vor allem hinsichtlich der jungen Generation von Bedeutung ist und in Zukunft wohl sein wird.

Nachsatz: Aus rechtlichen Gründen dürfen wir keine Videoaufnahmen von den erzielten Toren zeigen.

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Sportmagazin Unterwegs präsentiert:SK Rapid 3-1 SK Sturm Graz, 30.8.2026Und hier unsere Fotogalerie vom Heimsieg des neu...
30/08/2026

Sportmagazin Unterwegs präsentiert:
SK Rapid 3-1 SK Sturm Graz, 30.8.2026

Und hier unsere Fotogalerie vom Heimsieg des neuen Tabellenführers. Auf Einladung des SK Rapid zu Gast war auch der von Instagram, SKY und sonstigen sozialen Kanälen sehr bekannte Dresdner Moderator & Kommentator für die Fankultur, Patrick Fritsche. Er kommentierte das Spiel für seine sozialen Kanäle und sammelte auch fleißig für die Krebshilfe.

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