10/06/2026
„Mein ISG ist blockiert.“
Diesen Satz hört man als Physio regelmäßig in der Praxis – und nachdem ich selbst in diesem Bereich früher immer wieder mal Beschwerden hatte, kann ich das gut nachvollziehen. 🙃
Das Problem dabei: Vielleicht stellst du dir das Iliosakralgelenk (= ISG) dadurch wie ein Gelenk vor, das ständig verrutscht, blockiert oder wieder eingerenkt werden muss. Tatsächlich hat das ISG aber nur einen sehr kleinen Bewegungsspielraum und wird durch zahlreiche Bänder stabilisiert. Dennoch können Schmerzen im Bereich des ISG auftreten. Und auch wenn es vermutlich keine tatsächliche „Blockade“ im klassischen Sinne ist, sind die Beschwerden natürlich trotzdem real.
Was du jetzt vielleicht denkst:
„Warum fühle ich mich nach bestimmten Übungen oder manuellen Techniken dann trotzdem besser und beweglicher?“
Eine kurzfristige Verbesserung bedeutet nicht automatisch, dass vorher etwas „blockiert“ war und nun wieder an seinem Platz sitzt.
Aber mobilisierende Übungen können trotzdem hilfreich sein. Denn sie können beispielsweise Muskel- und Schutzspannung beeinflussen, Bewegungen erleichtern und die Schmerzwahrnehmung verändern. 💯
Genau deshalb finde ich es immer wieder spannend, hinter das lokale Symptom zu blicken. Denn die entscheidende Frage ist doch: Wenn das ISG gar nicht wirklich blockiert ist, warum können dort trotzdem Schmerzen entstehen?
Genau darum geht es bald in Teil 2. Bleib dran und folge mir gern für einen evidenzbasierten und ganzheitlichen Blick auf klassische Beschwerden in der Physiotherapie .felicia 💪🏼